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Deutsche Postbank "buy" 03.11.2008
SEB
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der SEB, Manfred Jakob, stuft die Aktie der Deutschen Postbank (ISIN DE0008001009 / WKN 800100) mit dem Rating "buy" ein.
Am 30.07. seien die Zahlen zum 2. Quartal 2008 veröffentlicht worden (Gewinn nach Steuern -21%, vor Steuern -27%). Die Krise habe mit 143 Mio. EUR zu Buche geschlagen.
Aufgrund der Vereinbarung vom 12.09.2008 verkaufe die Deutsche Post ein Aktienpaket der Deutschen Postbank in Höhe von 29,75% an die Deutsche Bank. Der Kaufpreis belaufe sich auf 2,79 Mrd. EUR bzw. 57,25 EUR je Aktie. Die Transaktion solle im 1. Quartal 2009 zum Abschluss kommen. Die Deutsche Bank habe eine Option bzw. ein Vorkaufsrecht.
Am 27.10.2008 sei die "verbale" Gewinnwarnung vom 24.09. mit vorgezogenen Zahlen zum 3. Quartal belegt worden: Danach habe die Deutsche Postbank wesentlich stärker unter den Folgen der Finanzmarktturbulenzen gelitten als befürchtet. Neben Abschreibungen auf Derivate (201 Mio. EUR), auf Aktien- und Investmentfondsbestände (65 Mio. EUR) und strukturierte Kreditprodukte (47 Mio. EUR) hätten vor allem Engagements auf Lehman Brothers (364 Mio. EUR) verarbeitet werden müssen.
Die Neubewertungsrücklage sei auf -1,89 Mrd. EUR gestiegen. Die Kernkapitalquote sei auf 5,5% (nach 6,3%) gesunken. Der Verlust vor Steuern für das 3. Quartal werde auf 449 Mio. EUR veranschlagt (9M: -112 Mio. EUR). Noch im 4. Quartal solle das Eigenkapital um 1 Mrd. EUR aufgestockt werden. Die Zuzahlung in Höhe von 18,25 EUR je Aktie werde von der Deutschen Post garantiert.
Am 29.10.2008 habe S&P den Ausblick auf "negativ" gesenkt. Am 30.10.2008 habe Fitch das Langfrist-Rating mit "A" bestätigt, den Ausblick aber auf "negativ" gesenkt (vorher "stabil"), da sich die Finanzmarktturbulenzen "signifikant" im 3. Quartal gezeigt hätten.
Nach der Kapitalaufstockung sollte das Haus wieder hinreichend gepolstert sein, um das Kerngeschäft weiter adäquat fortzuführen. Immerhin seien auch in dem außergewöhnlich schwierigen 3. Quartal die Kernerträge "stabil" bzw. "positiv" gewesen (z. B.: Zinsüberschuss in 9M +7,3%, Provisionsüberschuss +1,7%). Ein operatives Wachstum sollte auch in der Folgezeit möglich sein, gleichwohl sich das allgemeine Wachstum nun abschwäche. Positiv zu werten sei auch der Abbau von Risikopositionen. Die Deutsche Bank steige mit rund 30% ein (Q1-09): Kooperationen und Kostensenkungen würden ausgelotet (z. B. IT).
Im 3. Quartal sei zum ersten Quartalsverlust nach mehr als zehn Jahren gekommen: Zu den "erwarteten" Abschreibungen auf das Wertpapier- und Kreditportfeuille seien Wertberichtigungen an w/Lehman Brothers (364 Mio. EUR) und den Exposures bei isländischen Banken gefallen. Das Handelsergebnis sei auf 8 Mio. EUR (nach 264 Mio. EUR), und das Finanzanlageergebnis auf -549 Mio. EUR (nach 292 Mio. EUR) gesunken. Weitere Abschreibungen würden drohen, falls die Krise im 4. Quartal entsprechend anhalte. Der CEO habe entsprechend vorgewarnt.
Es gebe ein Wachstumsrisiko: Die sich inzwischen stärker als erwartet abkühlende Wirtschaft dürfte das normale operative Geschäft abbremsen. Höhere Risikovorsorge sei denkbar. Das bisherige Gewinnziel sei aufgegeben worden. Tier-1-R. sei trotz der geplanten Kapitalzufuhr nicht komfortabel (6,9% nach 5,5%). Negativ zu werten seien auch die hohe negative Neubewertungsrücklage, die Tatsache, dass für 2008 keine Dividende ausgezahlt werde, sowie starke Gewinnrevidierungen.
Aufgrund der diversen Enttäuschungen revidieren die Analysten der SEB das Kursziel entsprechend auf 19,00 EUR (nach 38,00 EUR) und bewerten die Deutsche Postbank-Aktie mit "buy". (Analyse vom 03.11.2008) (03.11.2008/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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